Kosten und Krankenkassen

Die operative Entfernung nachgewiesener Krampfadern (erweiterte oberflächliche Stammvenen mit nicht schließenden Klappen) wird von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen bezahlt.

In der Regel muss der Eingriff heutzutage ambulant durchgeführt werden. Für die Erstattung einer stationären Behandlung legen die Kostenträger immer strengere Maßstäbe an und fordern  hierfür konkrete medizinische Gründe. Diese sind die Operation an beiden Beinen, Rezidivoperationen oder relevante Begleiterkrankungen wie Diabetes, Herzrhythmusstörungen, massives Übergewicht u.s.w. Ein weiterer Tatbestand für die stationäre Durchführung wäre fehlende häusliche Betreuungsmöglichkeit.

Die Kosten für das Laserverfahren werden zwar von den privaten Versicherern übernommen (nur bei ambulanter Durchführung), von den gesetzlichen Kassen jedoch grundsätzlich nicht, obwohl der Nutzen des Verfahrens erwiesen ist. Da das Sozialgesetzbuch es verbietet, Patienten zu einer vertragsärztlichen Leistung eine Zuzahlung abzuverlangen, muss der gesetzlich Versicherte, wenn er dasLaserverfahren wünscht, die gesamte Prozedur (auch die Narkose) selbst bezahlen.

Das Honorar nach GOÄ und die Sachkosten belaufen sich für die ambulant durchgeführte Operation an einem Bein auf ca. 1.800 EUR, wobei der Katheter bereits knapp 500 EUR kostet. Hinzu kommen noch 300-400 EUR für die Anästhesie.

Unsere Praxis hat mit einigen gesetzlichen Krankenkassen einen speziellen Vertrag über die Durchführung von Krampfadernchirurgie (sog. Integrierter Versorgungsvertrag). Dieser Vertrag schließt auch die Lasertherapie mit ein.

Die Schaumsklerosierung wird von den privaten Krankenversicherungen erstattet, von den gesetzlichen nicht. Die Kosten belaufen sich nach GOÄ pro Sitzung (u.U. mehrere erforderlich) auf 100 bis 200 EUR.

Kompressionsstrümpfe werden, sofern medizinisch indiziert, von den privaten Kassen komplett und von den gesetzlichen zu 80 % übernommen.